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 Das Königreich der Borea

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BeitragThema: Das Königreich der Borea   Fr Jan 01, 2010 11:57 am

Amtierender Königsschreiber: Franzi
Beginn: 01.01.2010

Das Reich der Borea



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BeitragThema: Re: Das Königreich der Borea   Mo März 22, 2010 7:44 pm


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BeitragThema: Re: Das Königreich der Borea   Mo März 29, 2010 11:47 am

I. Ein Teil der Einleitung:


Ein trüber, diesiger Novembernachmittag. Es wird immer früher dunkel, bald wird es nachts den ersten Frost geben. Eigentlich sitzt man bei einem solchen Wetter daheim, an einem wärmenden Feuer, redet, liest oder denkt nach.
Doch heute versammeln sich die Bewohner von Frohgemut laut schwatzend und lachend in der Dorftaverne und warten. Die Kinder laufen zwischen den bunten, langen Röcken und den geflickten Hosen der Erwachsenen herum und spielen.
Ein Hund liegt in der Nähe des warmen Feuers und blinzelt nur ab und an träge. Die ausgelassene Stimmung interessiert ihn schon lange nicht mehr. Früher hatte sich Bauz noch oft nach dem Grund für die Ausgelassenheit gefragt, doch schnell hatte er gemerkt, dass es für einen Dauerzustand keinen Grund geben muss. Nun ist er alt und hat schon viele Tage am Ofen gelegen und die Leute beobachtet. Die Zeiten, in denen er mit den kleinen Kindern herumtollte und sie auf sich reiten lies waren lange vorbei. Ab und an warfen sie ihm noch ein Wurstende zu, für das er sich schwanzwedelnd bedankte. Doch heute war die Ausbeute gering gewesen.
Ein Geräusch vor dem Haus lies ihn die Ohren spitzen. In Gedanken ging er die Personen durch, die mit einem Pferdekarren zum Wirtshaus fuhren, denn er hatte Hufgetrappel und Radgeräusche gehört. Der Müller kam nur im Sommer. Im Winter, wenn die Dunkelheit immer weiter und länger um sich griff, verlies er seine Mühle und wohnte lieber bei der alten Lalisa in dem Zimmer unter dem Dach. Er war nicht mehr der Jüngste und einer der wenigen, die sich noch daran erinnern konnten, dass die Nacht nicht nur die Sterne und den Mond zum Vorschein bringen kann. Der Braumeister war gleichzeitig der Tavernenwirt, er brauchte keinen Karren, um die Fässer zur Taverne zu bringen.
Es blieb also nur noch der alte Geschichtenerzähler. Langsam und behäbig stand Bauz auf und streckte die Glieder. Dann trottete er in Richtung Tür. Schließlich wollte er der Erste sein, der von Rhodin begrüßt wurde. Winselnd stand er an der Tür, lauschte den Schritten des Alten. Ba-Dam klack, Ba-Dam klack, Ba-Dam klack. Ein kurzes Aufsetzen des linken Fußes, er stützte sich auf den knorrigen Stab in seiner linken Hand, eine schwerere Erschütterung des Bodens mit dem rechten Fuß, der Mann krümmte seinen ganzen Körper nach rechts und so viel Gewicht wie möglich auf dieses Bein zu bringen, das kurze Innehalten bevor der Stock vom Boden gehoben wird um einen guten halben Meter weiter vorne wieder den Boden zu berühren. Der alte Hund hatte ihn schon so oft umher gehen sehen, dass die Bilder sofort vor seinem inneren Auge erschienen, als er den alt vertrauten Rhythmus hörte. Klack Ba-Dam. Stille. Das Rascheln des Umhangs, als die faltige Hand unter selbigem hervor geholt wurde, um die Tür aufzudrücken. Das laute quietschen von dieser brachte die Dorfbewohner dazu, ihre Blicke auf den Eingang zu richten. Die der Jungen waren unschuldig und erwartungsvoll. Die der Alten kurzzeitig verschleiert, erschrocken und ängstlich, doch sofort wieder genauso klar und voller Freude wie die der Kinder, als sie den alten Mann erblickten. Die Gedanken, welche sie kurzzeitig durchzuckt hatten wurden beiseite geschoben. Eine kalte Hundeschnauze presste sich kurz an den Handrücken Rhodins, die Zunge schleckte eine kleine Begrüßung, dann floh Bauz vor dem großen Ansturm der Anderen wieder zum sicheren Ofen.


Oft schon war er den gewundenen Pfad entlang gefahren, durch wundervolle Landschaften, sanfte Wiesenhügel, kleine, lichte Wäldchen bis zum großen Findling, der links an einer Weggabelung stand und in den ein Wegweiser eingemeißelt war. Er benötigte ihn nicht, kannte den Weg auswendig, aber dennoch weilte sein Blick immer kurz auf diesem. Die Hände des Mannes schlossen sich kurzzeitig fester um die Fahrleinen, der Kiefer verspannte sich und er gedachte seinem Freund, der diesen Hinweis vor vielen Jahren in dem Stein geschlagen hatte.
Seinem alten Freund Arduk, der sein Leben geben musste wegen der Dummheit anderer. Doch die Zeit der Trauer war schon lange vorbei und Kender waren nicht nachtragend. Dem Pfeil folgend kam Rhodin bald in Frohgemut an. Vor dem Wirtshaus zügelte er sein Pony und kletterte umständlich vom Wagen herunter. Sein linkes Bein, welches schon lange, schon seit jener Zeit, etwas ungelenk war wurde mit dem Alter nicht beweglicher. Die Schmerzen hielten sich dank der wohltuenden Salbe seiner Nachbarin in Grenzen. Er band das Pferd an dem Pfahl fest, an dessen oberen Ende Das Schild „Zum tanzenden Bächlein“ leicht schaukelte.
Er erinnerte sich noch genau, wie dieses Haus zu dem Namen gekommen war. Vor einigen vielen Sommer, kurz nach er Sonnenwende, kam es lustigerweise zu… Mit einem leichten Kopfschütteln holte sich Rhodin wieder in die Gegenwart zurück. Er konnte wann anders über diese lustige Begebenheit sinnieren.
Er hob seinen Stock vom Kutschbock und humpelte zur Eingangstür. Essensdüfte, Stimmengeplapper und Wärme schlugen ihm entgegen, als er diese öffnete. „Na alter Junge. Schön, dich mal wieder zu sehen.“. Er tätschelte dem Hund kurz den Kopf und wandte sich dann den Leuten zu. „Hallo ihr Lieben. Entschuldigt meine Verspätung, aber Anne-A ist auch nicht mehr die Jüngste. Wir mussten einige Pausen einlegen. So ein Wagen ist ja auch schwer zu ziehen."

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BeitragThema: Re: Das Königreich der Borea   Mo März 29, 2010 2:31 pm

II. Zweiter Teil der Einleitung:

Viele Leute hüpften und sprangen um ihn herum, wollten ihn umarmen, begrüßen, ihm die Hand schütteln. Sanft schob ihn der Pulk zu einem weichen Stuhl. Eine Decke lag über diesem und ein Schemel stand davor. Leise seufzend setzte er sich hin. Ein Krug mit frischen, klaren Quellwasser wurde ihm gereicht, man hatte nicht vergessen, dass er keinen Alkohol trank. Das gereichte Brot lehnte der Erzähler dankend ab. Langsam wurde es ruhiger in dem Schankraum. Die Erwachsenen hatten sich die Stühle so hingerückt, dass sie ihn gut sehen konnten, die Kinder saßen zu seinen Füßen am Boden. Hier und da wurde noch leise getuschelt und gekichert, aber sobald er seine Stimme erhob, verstummten auch noch die letzten Geräusche. Nur noch Bauz grunze ab und an im Schlaf.

„Ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen. Es ist eine Geschichte, die schon so alt ist wie die Kender selbst. Sie wird von Geschichtenerzähler zu Geschichtenerzähler weitergereicht und beginnt an einem wundervollen Sommertag im August. Es ist Vormittag, die Hitze hat noch nicht um sich gegriffen aber die Sonnenstrahlen wärmten schon wohlig den jungen Surin, der über eine Wiese wanderte. Man weiß nicht, woher er kam und wohin er gehen wollte, er spazierte eines Tages munter über die Wiesen, pfiff ein lustiges Liedchen und war mit sich und der Welt zufrieden. Nun ja, es schien so, doch eigentlich war er im tiefsten inneren seines Herzens etwas missmutig.
Er wanderte nun schon ziemlich lange. Mindestens ein paar Sommer lang. Was war, bevor er losgezogen war, wusste er nicht. Er erinnerte sich nur noch daran, dass er auf einer Lichtung aufgewacht war, alleine, ungefähr 9 Jahre alt und das er nun losziehen würde, um ein Mädchen seinesgleichen zu finden. Also stand er auf, schloss die Augen, drehte sich ein paar mal im Kreis, blieb dann schwankend stehen, öffnete die Augen und ging mit dem Wind im Rücken los. Auf seiner Wanderung sah er viele schöne Dinge, interessante Kreaturen und wunderbare Gebilde aus den unterschiedlichsten Materialien. Doch all diese Schönheiten ließen ihn die Eine nicht vergessen. Das Mädchen, dessen Bild im immer wieder im Traum erschien. An besagtem Sommertag kam Surin also auf eine Wiese, auf der noch manch schöne Blume wuchs. Gelbe, rote, große, kleine. Auf seiner langen Wanderung hatte er noch nie eine solche Vielzahl von Blumen gesehen. Der Junge schloss die Augen und sog den betörenden Duft tief in seine Lungen ein. Als er die Augen wieder aufschlug, taumelte er kurz, so berauscht war er von diesem Geruch.
Sein Blick richtete sich wieder nach vorne, er wollte schließlich weiter ziehen, als er eine Blume erblickte, die so viel lieblicher, schöner, wundervoller, strahlender war als alle anderen Blumen zusammen, dass sein kleines Herz zerspringen wollte vor Freude. Er stolperte die letzten paar Schritte, die ihn von diesem Wunder trennten und fiel auf die Knie. Ihre Blütenblätter waren von einem durchdringenden blau, 7 an der Zahl, adrett angeordnet um einen tiefschwarzen Blütenbecher. Tauperlen hingen noch an diesem Wunderwerk. An diesen brach sich das helle Sonnenlicht und ließ die Blume funkeln und glitzern wie einen Diamanten. Noch nie hatte Surin etwas vergleichbares gesehen.

„Genau so wünsche ich mir mein Mädchen. Ach mein Mädchen. Könnte ich doch nur diese einzigartige Blume und alles, was ich gesammelt habe auf meiner Reise eintauschen um sie endlich zu finden, ich würde es sofort machen. Denn was nützt mir die ganze Schönheit der Welt, wenn ich sie allein bestaunen und entdecken muss. Alleine ist die Sonne nur halb so strahlend, die Düfte nur halb so intensiv und der Marsch nur halb so lustig.“

Und zum ersten mal in seinem Leben war der Kender von ganzem Herzen traurig. Tränen liefen seine Wange hinunter und tropften auf die Erde und die wundervolle Blume. Plötzlich kam eine starke Windböe auf und wirbelte ihm Dreck in die Augen. So schnell sie auch gekommen war, so schnell verzog sie sich wieder. Surin rappelte sich auf und versuchte, seine Augen wieder sauber zu bekommen. Vorsichtig blinzelte er und sah mit Tränenverschleiertem Blick auf die Blume hinab. Doch wo eben noch die Schönste aller Blumen gestanden hatte, lag nun ein Mädchen mit bunten Kleidern und schlug gerade ihre Augen auf und lächelte ihn an. Ein solches Lächeln war unbeschreiblich. Sie schaffte es, mit diesem Lächeln Zuneigung, Unsicherheit und Freude auszudrücken und das Herz von dem Jungen schneller schlagen zu lassen. Jetzt war Surin glücklich. Er hatte seine Gefährtin gefunden.


„Ja, und genau so kam das erste Kenderehepaar hier in diese Gegend. Die Wiese nämlich, auf der sich das alles zugetragen hatte, liegt hier ganz in der Nähe. Und ihr wisst bestimmt, wer sich die Blume genommen und sie gegen das Mädchen getauscht hatte. Na? Wer von euch kann es sich denken? Genau. Die Göttin Hawa persönlich war es. Ihr wollt bestimmt noch mehr hören von Surin und seiner Frau. Was haben sie dann gemacht? Wo haben sie ihr erstes Haus gebaut? Das ist wieder eine neue Geschichte, die mit einem ziemlich lustigen Zufall anfängt. Und zwar ereignete es sich, dass…“

Der Geschichtenerzähler saß noch lange da und erzählte. Eine Geschichte nach der anderen. Das Feuer im Ofen brannte langsam runter und einigen Kindern fielen langsam die Augen zu.

„… und was dann geschah erzähle ich euch das nächste mal, wenn ich hier bin. Und denkt immer daran, schießt nicht mit Pfeilen, wenn ihr grade am niesen seid!“

Seit dem Tag, an dem Arduk gestorben war endete jeder seiner Erzählabende mit diesen Worten.

Ruhig und träge standen die Leute auf, bedanken sich bei ihm für den schönen Abend und die tollen Geschichten und gingen dann gähnend in ihre Häuser. Als auch der letzte die Taverne verlassen hatte, seufzt der alte Mann und blickt zum Wirt.

„Die Lage wird immer kritischer. Abgesandte des Königs wurden ausgesendet, um Leute für die Armee zu rekrutieren. Zwei wichtige Botschafter aus anderen Reichen werden erwartet. Er versucht, so viele Bündnisse wie möglich zu schließen. Der König will keinen Krieg, aber in der heutigen Zeit wird er sich auf kurz oder lang nicht vermeiden lassen. Spreche mit den anderen Familienvätern und teile ihnen mit, dass der Rückzug vorbereitet werden muss. Nur in den Berghöhlen sind unsere Familien geschützt vor den Gräueln der Menschen. Wir können nicht mehr helfen, nicht mehr vermitteln. Alles zerfällt.“

Rhodin stand als einer der Ältesten in Kontakt mit allen Dörfern. Er erhielt wöchentlich Briefe von den drei Kendern, die in der Hauptstadt lebten. Er hatte Freunde in fast allen Reichen. Und von allen erhielt er die gleiche, schreckliche Nachricht. Alles wird unsicherer, dunkle Gestalten zeigen sich vermehrt, der alte Friede ist aufgehoben. Das Zeitalter der Dunkelheit beginnt. Nun lag es an ihm, jeden einzelnen Dorfältesten aufzusuchen und ihm die Nachricht zu überbringen, dass der geplante Rückzug in die Berge bald beginnen wird. Zu wichtig war die Geheimhaltung dieser Nachricht, als das man Briefe versenden konnte. Den Beginn wird der Schrei des Adlers aufzeigen. Der Alte hatte ihn vor Jahren vor dem Tod gerettet. Nun war der Vogel ihm zu Dank verpflichtet und würde ihm mit diesem Rundflug einen Gefallen tun.


Laut krächzend fliegt eine schwarze Krähe von der Mauer auf.


Zuletzt von Baum am Mo März 29, 2010 5:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Königreich der Borea   Mo März 29, 2010 5:00 pm

III. Am Königshof

In Gedanken versunken stand König Thares II an einem der Fenster des großen Regentensaales. Er seufzte laut. Die Ereignisse der letzten Monate lasteten schwer auf ihm. Und auf seinem Volk.
Es war ein langes Abwägen der Vorteile und der Nachteile gewesen an jenem Abend, als er und seine Berater (vor allem seine Frau Irana, welche ihm immer mit guten Ratschlägen zur Seite stand) den Entschluss fassten, die Grenzen zu schließen und den ankommenden Flüchtigen den Weg in das Reich der Borea zu verweigern. Einerseits konnte man es sich in solchen Zeiten nicht leisten, den Zorn des Nachbarlandes auf sich zu ziehen. Aber was würden einem die Dionmats dafür geben, dass man ihnen in der Not half? Ein Bote wurde geschickt um dies zu hinterfragen. Bis zur Rückkehr von diesem sollten die Grenzen geschlossen bleiben. Doch nur wenige Tage darauf erreichte ihn die Nachricht, dass der Orden des Lichts befiehlt, umgehend die geschlossenen Grenzen wieder zu öffnen und den Flüchtigen Zuflucht zu gewähren. Ihm als König hatten diese Leute eigentlich nicht zu sagen, aber da er sowieso die Grenzen hatte öffnen wollen folgte er den Anweisungen, wenn auch etwas missmutig.

Oft wünschte er sich, die Zeit würde schneller vergehen. Doch im Moment konnte er nicht weiter tun als warten. Er hatte viele Leute geschickt. Boten zu den Königreichen der Raidamon und der Kesleos. Einen weiteren in das Königreich der Schilla. Boten zu seinen 5 Fürsten.
Und alle mit unterschiedlichen Botschaften.
Er wusste, dass der König der Raidamon einen Sohn im heiratsfähigen Alter hatte und bot diesem seine Tochter Lina zur Frau.
Dem König in Kesleos bot er ein Abkommen an. Hilfe und Unterstützung im Falle eines Krieges.
Mit den Schillas erhoffte er sich ein Handelsbündnis. Dank der Berge, die sein Reich Richtung Osten abgrenzten, war sein Land relativ Rohstoffreich und auch nicht eines der Ärmsten. Doch was nützten einem Metalle, wenn man sie nicht verkaufen konnte? Auch Landwirtschaftlich war der Boden an den meisten Stellen im Reich sehr ertragreich. Viele Wiesen ermöglichten eine gute Viehzucht. Viele Untertanen von ihm waren kleine Bauern, die ihm viele Abgaben erbrachten. Auch viele Handelsgüter.
Seine Fürsten noch mehr Leute zum Wehrdienst einziehen. Alle potenziellen Kämpfer sollten auch schnellstmöglich zu solchen ausgebildet werden um dann die Truppen an den Grenzen und am Königshof in der Hauptverwaltungsstadt Aires zu verstärken.
Thares wollte einen wehrhaften Eindruck machen. Er wollte sein Gebiet nicht vergrößern. . Seit dem Zusammenschluss zum Königreich hatte das Königreich noch nie Krieg führen müssen. Das Königsheer diente nur der Verteidigung des Reiches. Sein Land erwirtschaftete genug für sein Volk. Doch aus diesem Grund musste die Defensive verstärkt werden. Den Dionmats ging es schlecht. An dieser Grenze würde er die vorhandenen Truppen noch verstärken.

Sein Blick wanderte zu dem schönen, alten Ahnenteppich, welcher die Wand hinter seinem Thron zierte. Er war noch nicht sonderlich groß. Das Königsgeschlecht lässt sich gut 8 Generationen zurückverfolgen auf König Borin den ersten und seine Frau, Königin Reja. Diese Königin war eine sehr weiße und kluge Frau gewesen, ihr Mann ein eher zurückhaltender, ruhiger Mann. Nachdem die einzelnen Gebiete, welche alle einzeln „regiert“ wurden von der in diesem Gebiet reichsten Familie, sich dazu entschlossen hatten, die Verwaltung, den Handel und die Kommunikation nach außen und auch innerhalb einfacher zu machen entschlossen sie sich in einer großen Versammlung am See, Anuk Borin zu ihrem König zu machen. Man einigte sich noch auf eine Einheitliche Währung, das Entfernen der Zollschranken und ein einheitliches Wappen. Damit war der Grundstein zur Errichtung des Königshauses des Borin gelegt. Doch schnell begann man am Hof vom Königshaus der Borea zu sprechen. Denn es war nicht zu übersehen, wer im Grunde genommen die Entscheidungen traf. Dieses Phänomen hielt sich auch die folgenden Generationen. Die Königin hatte zwar nie offizielle Regierungs- und Entscheidungstätigkeiten, doch die unsichtbaren Fäden der Macht zog doch immer sie. Nach dem frühen Tod Königin Rejas und den daraufhin folgenden schweren Jahren für das Volk festigte sich der Name Borea für das wirtschaftlich unabhängige, mit Nahrung gut versorgte Land.
Der Sohn Borins,…

Ein lautes Klopfen riss König Thares aus seinen Gedanken. Der erste Botschafter kehrte zurück.


IV: Wappengeschichte

Nur die Personen, die bei der großen Versammlung am See anwesend waren, könnten etwas zu den Beweggründen sagen, die sie dazu veranlasst hatten, den weißen Wolf auf blauem Grund als Wappen zu wählen. Und diese sind schon lange tot und hätten sich auch eher die eigene Zunge herausgeschnitten und dann verspeist als irgendetwas zu erzählen. Denn es würde die Bauern zu sehr beschämen. Man zerbrach sich auf der Versammlung lange die Köpfe, was man als Wappen wählen sollte. Eine Vereinigung der fünf Familienwappen wäre zu bunt und unübersichtlich gewesen, also musste etwas völlig neues gefunden werden.

Auch hier kam die zündende Idee von Reja, der Frau Borins, welche mit ihrem Gatten auf dessen Zimmer die Probleme erläuterte, welche noch nicht gelöst werden konnten nach dem ersten Tag. Ihr Vorschlag war eingängig, treffend und bestechlich gut.
Als Wappentier sollte der Wolf gewählt werden um die Bauern auf den größten Feind ihrer Existenz hinzuweisen. Er sollte weiß sein, um nicht unnötig Farbe zu verbrauchen und somit Geld zu verschleudern. Und die beiden Blautöne symbolisierten das Wasser zum Bewässern der Felder und zum Tränken des Viehs. Nicht sonderlich originell, aber da der Großteil des Volkes ungebildete Bauern waren wurden keine großen Ansprüche an das Wappen gestellt.

Am folgenden Tag beschloss man einstimmig, den Vorschlag Borins anzunehmen. Doch man beschloss auch, die Beweggründe für die Wahl des Wappens für immer zu vergessen. Zu beschämend waren die Argumente dafür. Wer möchte schon zugeben, dass sein Reich aus dummen Bauern besteht, die zu blöd sind sich die Gestalt eines Wolfes zu merken und vergessen, ihre Tiere im Sommer zu tränken.
Das Gesetz, welches jeden Bauern dazu verpflichtet, die Zeichnung des Wappens an seiner Tür zu haben, führte jedoch zu einer Mehrung des Reichtums des Landes, da plötzlich viel weniger Vieh verendete oder gerissen wurde. Man sprach davon, dass die Götter dem neu geschlossenen Reich der Borea zugetan seien. Niemand dachte an die unterschwellig vermittelten Botschaften des Wappens. Genauso wie jeder beim Anblick eines Wasserfalls mit den dazugehörigen Geräuschen schnell ein Klo aufsuchen muss, ohne zu glauben, dass der Wasserfalls diesen Drang ausgelöst habe.

Königin Reja verstand viel von Psychologie.



Fakten:

Derzeitiger König: König Thares II

Derzeitige Königin: Königin Irana

Königskinder: Prinzessin Lina (13) und Prinz Aaron (9)

Königreich: Aufgeteilt in 5 Regententümer, welche den 5 reichsten Familien des Landes unterstehen.

Bevölkerung: Vorwiegend Bauern, welche vor allem Viehzucht, aber auch Ackerbau betreiben.

Finanzielle Situation: Das Reich ist relativ reich durch die vielen Schätze der Berge.

Reichsheer: Ein defensiv getrimmtes, kleines Heer, dass das Reich in der jetzigen Form wahren soll.

Währung: Darf ich da was zu schreiben oder wird das von oben vorgegeben?


Wappen: weißer Wolf auf geteiltem, blauem Grund

Bündnisse/Handelsabkommen:
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BeitragThema: Re: Das Königreich der Borea   So Mai 02, 2010 7:49 pm

Ein bisschen noch was geschrieben.
Smile
Jetzt brauch ich Anweisung von oben was man sich noch ausgeschmückter wünscht oder was fehlt.

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